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Lest Ihr hin und wieder auch gerne eine amerikanische Tageszeitung? Da schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Informationsbeschaffung und Englisch-Training. Zum einen geht das natürlich kostenlos über diverse Internetpräsenzen. Wer jedoch Wert darauf legt, eine komplette Ausgabe mit ihren umfassenden Artikeln zu lesen, der kommt um ein Abo nicht herum. Eine Printausgabe von USA Today kostet an vielen deutschen Kiosken mittlerweile satte 2,20 € aber es geht auch billiger: Mit einem Abo der ePaper-Ausgabe. Die sogenannte Electronic Edition wird über den Anbieter Newsstand angeboten. Ein einzelnes Exemplar kostet 0,80 $, ein vierwöchiges Abo derzeit sogar nur 13,95 $. Für dieses Angebot muss man jedoch über die Internetseite USAtoday.com einsteigen, wo weiter unten ein kleiner Artikel einen Link auf dieses Angebot enthält. Dafür bekommt Ihr die Originalausgabe (nicht nur die reduzierte internationale Auflage) zum Lesen am Bildschrim. Bezahlt wird über Kreditkarte. Bezieht man einen Monat lang keine Ausgabe, wird eine Servicegebühr von 1,00 € erhoben. Dafür bleibt der Zugriff auf alle bereits erstandenen Ausgaben erhalten. Das Abo kann offenbar jederzeit unter Erstattung des nicht verbrauchten Betrags gekündigt werden. Auch eine vorzeitige Verlängerung ist möglich, aber überflüssig, da sich das Abo automatisch um die gewählte Zeitspanne verlängert, wenn es nicht bis zum letzten Bezugstag gekündigt wird. Dies geht jedoch bequem online. Praktisch ist die Möglichkeit, das Abo zu unterbrechen. Fährt man beispielsweise in Urlaub oder kommt mit dem Lesen nicht nach, kann man einen Zeitraum festlegen, für den der Bezug unterbrochen werden soll. Man kann das Abo aber auch früher als ursprünglich geplant wieder aufnehmen. Im Ergebnis sieht die elektronische Ausgabe so aus, als hätte jemand die Zeitung in sehr guter Qualität eingescannt und als PDF online gestellt. Allerdings handelt es sich nicht um PDFs, sondern um ein Spezialformat. Zur Betrachtung wird ein spezielles Tool namens iBrowse benötigt, das jedoch automatisch in jedem Browser läuft, der Flash unterstützt. Dadurch funktioniert die Anzeige betriebssystemübergreifend. Und zwar auch auf mehreren Rechnern, so dass Ihr Eure Ausgaben sowohl zu Hause, im Büro oder auf dem Laptop lesen könnt. Es steht keine übertriebene DRM-Regelung im Weg. Zum Lesen sind jedoch Eure Zugangsdaten erforderlich, über die auch die Aboverwaltung erfolgt. Weitere Accounts mit ausschließlicher Leseberechtigung beispielsweise für Familienmitglieder können nicht eingerichtet werden. Die elektronische Ausgabe kann also nicht so einfach die Runde quer durch die Familie machen, wie das bei der Printausgabe der Fall ist. Wie gut sich das ganze lesen lässt hängt natürlich maßgeblich vom verwendeten Bildschirm ab. Es ist nicht jedermanns Sache, längere Texte am Bildschirm zu lesen. Ebook-Reader mit iInk-Display sind natürlich angenehmer, aber in Deutschland noch keine Option. Über das Betrachtungsprogramm iBrowse wird von Seite zu Seite oder durch die Rubriken geblättert. Standardmäßig wird die ganze Seite auf Seitenbreite gezoomt dargestellt. Je nach Monitorgröße kann man die Artikel so schon gut lesen, unter Umständen ist das jedoch zu klein. Durch einen Klick auf einen beliebigen Punkt der Seite wird die Anzeige gezoomt. Zwar gibt es mit dieser Methode nur eine Zoomstufe, aber die Reicht in der Regel aus und kann ansonsten über die Einstellungen auf unterschiedliche Zoomfaktoren festgelegt werden. Unpraktisch ist dagegen, dass man die gezoomte Seite nicht wie in einem PDF-Dokument per anfassen und bewegen hin und her schieben kann. Der Klick in die Seite ist ausschließlich für rein- und rauszommen zuständig. Den Ausschnitt verschieben kann man nur über die horizontalen und vertikalen Scrollleisten. Das ist umständlich. Umständlich ist auch, dass es keine Lesezeichenverwaltung oder Notizfunktion gibt. Man kann also keine Artikel markieren oder sich die Stelle merken, an der man zu lesen aufgehört hat. Das erweist sich in der Praxis als großes Manko. Auch kann man keinen Artikel ausschneiden und via Zwischenablage weiterverwenden. Hier müsste ein Tool zur Bildschirmfotografie genutzt werden, das man sich jedoch selber besorgen muss, und dass bei umfangreichen Artikeln an Grenzen stösst. Fazit: Seit eineinhalb Monaten nutze ich nun dieses Abo. Für den Amerikaner ist das sicherlich keine gute Wahl, denn für 0,20 $ pro Ausgabe mehr bekommt er die Zeitung als Printausgabe. Die ist natürlich schneller mal durchgeblättert, und das Lesen fällt auch leichter. Von der Möglichkeit, die Zeitung innerhalb der Familie weiterzureichen ganz zu schweigen. Außerhalb der USA liegt der Preisvorteil dagegen deutlich höher, so dass diese Alternative in Betracht gezogen werden kann. Das Angebot ist durchaus nutzbar, und man frischt sein Englisch etwas auf. Mein Daumen geht aufgrund der o.g. Einschränkungen zwar nicht steil nach oben, aber immerhin geht er auch nicht nach unten. Probiert es einfach mal aus.
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2 Kommentare
1Kommentar von Welle am Mittwoch, 10. Juni 2009 16:02 Hallo Björn,
für das Iphone gibt es US Today kostenlos und auch andere US Zeitungen. Tolle Seite und toller Podcast weiterso Welle 2Kommentar von Admin am Sonntag, 21. Juni 2009 22:33 Halle Welle,
danke für den Tipp! Habe ein entsprechendes App die Tage auch auf einem HTC magic ausprobiert. Sehr schön, aber so wie ich das sehe, ist das "nur" ein eleganter RSS-Reader, der "nur" die Inhalte der Website in ansprechender und zügiger Form darstellt. Ist das auf dem iPhone anders? Grüße, Björn » Kommentar schreiben
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